Wohnen in Australien
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Wohnen in Australien

Wohnungssuche und Wohnen Down Under


Als internationaler Student hat man viele Möglichkeiten, in Australien zu wohnen. Allerdings ist es eine wahre Herausforderung, die richtige Unterkunft für die Studienzeit zu finden. Hierbei ist wichtig, dass die Miete den preislichen Vorstellungen entspricht, aber auch, dass die Wohnung schön ist und man sich für eine längere Zeit wohl fühlen kann. Tatsächlich gibt es in Australien einen Mangel an Unterkünften, durch welchen sich die Wohnungssuche als problematisch herausstellen kann. Außerdem sind die Mietpreise Down Under verhältnismäßig hoch – das sollte man beachten, bevor man sich für ein Studium auf dem fünften Kontinent entscheidet. Zudem steigen die Mietpreise kontinuierlich.

 
 

Wo sucht man nach einer Wohnung?

Wenn man Down Under nach einer Wohnung sucht, sollte man im Internet und in den lokalen Zeitungen anfangen. Online gibt es viele Portale, einige sogar extra für Studenten und Wohngemeinschaften in Australien. Aber auch an der Universität findet man zahlreiche schwarze Bretter mit Wohnungsangeboten. Des Weiteren gibt es auf dem Campus in der Regel eine zuständige Stelle, die bei der Wohnungssuche behilflich ist. An der Griffith University wird vor Semesterbeginn und während der ersten Semesterwoche beispielsweise ein kostenfreier Bus angeboten, der die offiziell an der Uni ausgeschriebenen Wohnungen zur Besichtigung für Studenten anfährt. Vielleicht haben auch andere Studenten einen Tipp für eine gute Wohnung und oftmals sieht man auch „For Rent“ direkt an den Häusern stehen. Man sollte überall die Augen und Ohren offen halten.


Verschiedene Möglichkeiten und Arten zu wohnen


Es ist wichtig, dass man sich schon vor Ankunft in Australien darüber Gedanken macht, welche Art von Unterkunft man sucht. Jeder hat andere Vorstellungen und Prioritäten. Einige wollen unbedingt alleine wohnen, um möglichst unabhängig, selbstständig und ungestört zu sein, andere bevorzugen Gesellschaft, um nicht alleine zu sein und immer jemanden in der Nähe zu haben. Studenten wohnen meistens in Wohngemeinschaften. Hierbei kann es sich um eine Wohngemeinschaft in einem Haus oder in einer Wohnung handeln. Viele wohnen aber auch alleine. Andere bevorzugen eine Art Studentenwohnheim, das auch noch möglichst nah an der Uni liegt. Eine weitere Möglichkeit ist der so genannte Homestay, bei dem man zusammen mit einer einheimischen Familie lebt. Die zukünftige Universität berät gerne bei der Wahl der richtigen Wohnungsart. Außerdem stellt die Universität oftmals eine vorübergehende Unterkunft zur Verfügung, bis man etwas Festes gefunden hat.


Homestay


Bei einem Homestay lebt man zusammen mit einer einheimischen Familie. In der Regel sind der Strom und die Lebensmittel im Mietpreis inbegriffen – manchmal allerdings nur das Frühstück und das Abendessen. Die Miete für eine Homestay Unterkunft variiert sehr stark. Man kann bereits ein Zimmer für 100 Dollar pro Woche finden, in der Regel sind die Homestay Unterkünfte aber teurer. Homestays sind besonders dann geeignet, wenn man ein Familienmensch ist. Man muss damit rechnen, dass auch Kinder oder sogar Kleinkinder mit im Haus leben. Beim Homestay kann es auch durchaus vorkommen, dass man mit anderen Studenten zusammen bei einer Familie lebt. Es ist wichtig, dass man die Hausregeln beachtet und sich an das Familienleben anpasst. Bevor man größere Entscheidungen in Bezug auf das Zimmer trifft, wie beispielsweise das Streichen des Zimmers ein einer anderen Farbe, sollte man sich mit der Familie absprechen.

Des Weiteren ist es wichtig, dass man sich über einige Dinge einig wird, sobald man einzieht, um unangenehme Situationen zu vermeiden:

  • Wann soll die Miete beglichen werden?
  • Wie beteiligt man sich an der Telefonrechnung?
  • Gibt es Regeln für die Gemeinschaftsräume?
  • Muss man etwas beachten, wenn man seine Wäsche wäscht?
  • Ist es okay, wenn man Freunde einlädt?
  • Welche Regeln müssen beachtet werden, wenn man nachts ausgeht?
  • Wie lange im Voraus muss man Bescheid geben, wenn man ausziehen möchte?
  • Wann wird man seine Kaution wiederbekommen?


Falls man Probleme mit der Gastfamilie haben sollte, ist es ratsam, sich an die Universität, genauer gesagt an den Verantwortlichen für das Homestay-Programm, zu wenden.

 
 

Studentenwohnheime


Die meisten Universitäten bieten eine Art Studentenwohnheim. Die Vorteile dieser Wohnheime liegen auf der Hand: man findet schnell Anschluss und die Wohnungen befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Campus oder sogar auf dem Universitätsgelände. Es gibt aber auch Nachteile: die Miete ist meistens sehr hoch – höher als für Studentenwohnheime in Europa –  und es kann des Öfteren sehr laut werden.


Wohngemeinschaften


Die Preise für Wohngemeinschaften liegen bei etwa 120 Dollar bis 180 Dollar pro Woche – je nach Größe des Zimmers und nach Lage der Wohnung oder des Hauses. Wohngemeinschaften sind wohl auch unter den Studenten Down Under die populärsten Unterkünfte. Das wichtige bei einer Wohngemeinschaft ist, dass man sich mit den Mitbewohnern versteht, denn schließlich lebt man zusammen und man muss unter Umständen nicht nur das Wohnzimmer und die Küche sondern auch das Badezimmer teilen. Außerdem kann es in einer Wohngemeinschaft manchmal durchaus etwas lauter werden und man sollte sich vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft darüber im Klaren sein, ob man mit anderen Menschen und vielleicht sogar anderen Kulturen auskommt. Für viele ist das eine echte Herausforderung, andere suchen genau das: Gegensätze und neue Erfahrungen.


Alleine wohnen


Viele Studenten bevorzugen es, alleine zu wohnen. Sie suchen sich entweder ein Einzimmerapartment oder ein Studio. In der Regel findet man derartige Unterkünfte ab etwa 220 Dollar die Woche. Wenn man alleine wohnt, ist man wesentlich flexibler und unabhängiger. Man wird nicht gestört und ist Herr der Lage. Allerdings sollte man darauf achten, sich nicht zu sehr abzukapseln. Jeder braucht Freunde und Gesellschaft.  



Hostels


Hostels sind eine weitere Unterkunftsmöglichkeit für Studenten. Allerdings muss man beachten, dass man in Hostels kaum Ruhe findet und man sich auch nur selten zurückziehen kann, wenn man nicht ein Einzelzimmer mietet. Allerdings sind die Preise für Hostels nicht wirklich für längere Aufenthalte geeignet – das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier – im Vergleich zu den anderen Wohnmöglichkeiten – auf die Dauer gesehen nicht. Ein Hostel sollte deshalb nur eine vorübergehende Lösung für Studenten sein.


Die Qual der Wahl: Welche Wohnung ist am besten?


Wenn man sich für die Art der Wohnung entschieden hat, gilt es noch einiges zu beachten, bevor man sich für die endgültige Unterkunft entscheidet. Für die meisten Studenten ist das wichtigste wohl der Preis. Des Weiteren ist es wichtig zu wissen, ob die Wohnung möbliert ist oder nicht. Falls sie nicht möbliert ist, kann man günstige Möbel und Elektrogeräte in Second-Hand Läden kaufen. Außerdem sollte man die Lage beachten – eine zentrale Lage oder eine Lage in der Nähe der Universität sind am besten. Falls die Lage nicht optimal ist, sollte wenigstens die Busanbindung stimmen. Auch die Größe des Zimmers beziehungsweise der Wohnung spielt eine wichtige Rolle. Beim Besichtigen der Wohnungen sollte man darauf achten, ob alles den Vorstellungen entspricht und ob vielleicht etwas repariert werden müsste.


Referenzen und finanzielle Situation


In Australien sind Referenzen sehr wichtig – auch bei der Wohnungssuche. Es schadet nicht, eine Referenz des vorherigen Vermieters mitzunehmen, selbst wenn diese nicht von einem australischen Vermieter ausgestellt wurde – wobei sie dann zumindest übersetzt werden sollte. Es ist wichtig, dem australischen Vermieter zu zeigen, dass man ein guter Mieter sein wird. Des Weiteren ist es wichtig, dass man nachweisen kann, dass man über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die Miete regelmäßig und pünktlich zu begleichen. Dies ist beispielsweise in Form eines Sparkontos oder des Nachweises eines regelmäßigen Einkommens möglich.


Mietvertrag: Rechte und Pflichten als Mieter


Als Mieter hat man Rechte aber auch Pflichten. Diese entstehen durch den obligatorischen Mietvertrag. Es ist wichtig, dass man sich den Mietvertrag vor der Unterzeichnung genau durchliest und bei offenen Fragen sicherstellt, dass man alles verstanden hat. Oftmals ist das Kleingedruckte sehr wichtig. Beispielsweise wird im Mietvertrag die Dauer des Mietverhältnisses festgelegt, welche normalerweise erstmals auf mindestens sechs Monate festgelegt wird. Weitere Informationen über die Rechten und Pflichten als Mieter erhält man von der Universität und auch von der australischen Regierung.

 
 

Miete


In Australien wird die Miete in der Regel wöchentlich beglichen. Die Miete ist im Voraus zu bezahlen. Der Nachteil der wöchentlichen Zahlung liegt darin, dass manche Monate länger sind und somit fünf Zahlungen für einen Monat anfallen können. Dies sollte man bei den Kalkulationen unbedingt beachten. Die Miete kann entweder per Bankeinzug, per Überweisung oder bar gezahlt werden – die Art der Zahlung hängt von Vermieter ab und ist mit diesem zu vereinbaren. Man sollte die Miete immer pünktlich bezahlen um das Mietverhältnis nicht zu gefährden.


Kaution


Auch Down Under ist das Zahlen einer Kaution notwendig. Diese beträgt normalerweise vier oder sechs Wochenmieten und muss beim Unterzeichnen des Vertrages bezahlt werden. Wenn man auszieht, erhält man die Kaution in der Regel zurück, es sei den man hat einen Schaden in der Wohnung zurückgelassen. Die Kaution dient also als Absicherung für den Vermieter. Die letzten Mietzahlungen können nicht mit der Kaution verrechnet werden. 

Der Zustand der Unterkunft beim


Einzug


Wenn man eine Wohnung bezieht, füllt man normalerweise einen so genannten „Condition Report“ aus. In diesem Bericht kann man gegebenenfalls die Mängel der Wohnung darlegen. Somit stellt man sicher, dass man beim Auszug nicht für Mängel und Schäden verantwortlich gemacht wird, die schon beim Einzug vorhanden waren. Man sollte eine Kopie des „Condition Report“ behalten und das Original direkt beim Einzug oder unmittelbar nach dem Einzug an den Vermieter übergeben. 



Instandhaltung


Der Mieter ist dazu verpflichtet, kleine Reparaturen selbst zu übernehmen. Größere Instandsetzungen sind vom Vermieter zu übernehmen und schnellstmöglich auszuführen. 



Ende des Mietverhältnisses


Ein Mietvertrag kann auf zwei unterschiedliche Arten enden: Entweder man beendet das Mietverhältnis als Mieter oder es wird vom Vermieter beendet. Die Kündigungsfrist Down Under variiert von Staat zu Staat, sie ist aber auf jeden Fall im Mietvertrag festgehalten.




Tipps

  • Es schadet nicht, schon vor der Abreise nach Down Under nach Wohnungen zu suchen. Wenn man die Preise im Internet analysiert, erhalt man einen ersten Überblick über die Mietpreise in der neuen Heimatstadt. Auch kann man sich von zu Hause aus schon einmal über die beste Wohnlage im Klaren werden.
  • Man sollte sich wirklich sehr genau überlegen, welche Wohnungsart die beste Möglichkeit für einen darstellt.
  • Es ist nicht ratsam einen Jahresvertrag zu unterschreiben – vielleicht gefällt einem die Wohnung doch nicht so gut oder aber man möchte nach einiger Zeit mit Freunden zusammenziehen. Man sollte sich nicht von Anfang an auf so lange Zeit festlegen.
 
 
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